Hellas Rallye: Mit der Africa Twin aufs Podium


Beim Zieleinlauf konnte sich dann Dirk von Zitzewitz und das Touratech-Team doppelt freuen: Mit Platz eins unter den Zweizylindern und dem unverhofften Platz zwei über alle Klassen konnten sie die zuvor eingefahrenen Plätze souverän halten. Bei der abendlichen Siegerehrung vor mehreren hundert Zuschauern war die Stimmung entsprechend ausgelassen. Denn auf die gelungene Hellas Rally 2016 können Dirk von Zitzewitz und das Touratech-Team jetzt mit zwei lachenden Augen zurückblicken.

Touratech bei der Hellas Rally - Tag 7 (Finale)

Der Finaltag war für das Touratech-Team mit Fahrer Dirk von Zitzewitz von zwei entscheidenden Fragen geprägt: Wird man den ersten Platz in der Zweizylinderwertung gegenüber Ugo Filosa halten können und was wird aus dem völlig unerwartetem zweitem Rank in der Gesamtwertung? Am Startplatz standen alle Zeichen auf Grün: Die Sonderprüfung führte vor traumhafter Ägäis-Kulisse über rund zehn Kilometer entlang des Kiesstrands von Oreio, ein Gelände, dass der Africa-Twin RR entgegenkam. Aber wie würde die anschließende Querung des Bergriegels bis zu Westküste aussehen? Und würde sich der in der Gesamtwertung führende Gerard Farres doch noch einen entscheidenden Navigationsfehler begehen?

Dirk von Zitzewitz machte der Twin von Anfang an Beine: Beim kurzen Blick auf den Tacho konstatierte dieser dakartaugliche193km/h, berichtete von Zitzewitz später. Aber kurz danach schon drückten die bekannt winkligen Bergpfade wieder auf das Tempo. Trotzdem konnte Dirk von Zitzewitz gerade jetzt seine jahrelange Erfahrung ausspielen: Dem Gesamtführenden nahm er auf der 90 Kilometer langen Sonderprüfung zwei Minuten ab. Seinen direkten Verfolger in der Zweizylinderklasse, Ugo Filosa, hielt er mit 30 Minuten Vorsprung auf deutliche Distanz.

Beim Zieleinlauf konnte sich dann Dirk von Zitzewitz und das Touratech-Team doppelt freuen: Mit Platz eins unter den Zweizylindern und dem unverhofften Platz zwei über alles Klassen konnten sie die zuvor eingefahrenen Plätze souverän halten. Bei der abendlichen Siegerehrung vor mehreren hundert Zuschauern war die Stimmung entsprechend ausgelassen. Denn auf die gelungene Hellas Rally 2016 können Dirk von Zitzewitz und das Touratech-Team jetzt mit zwei lachenden Augen zurückblicken.

Touratech bei der Hellas Rally - Tag 6

Nach dem anstrengenden Tag auf dem Festland ist die Rally zurück auf Evia und schraubte sich heute von der Westküste hinauf ins bergige Landesinnere. Inzwischen zehrt die Rally bei vielen an den Kräften. Daher werden die meisten Teilnehmer Veranstalter Meletis Stamatis dankbar gewesen sein, heute nur 105 Kilometer Sonderprüfung vor den Stollen zu haben. Was nicht heißt, dass es anspruchsloser war. So kamen viele Bikes zum Beispiel aus einer Sequenz mit über Tempo 100 fast ansatzlos in eine Flussquerung mit grobem Geröll. Besonders die schweren Zweizylinder mussten hier weniger schnell als sehr präzise geführt werden, um schwere Schäden an den Bikes zu vermeiden.

Den beiden Führenden in der Zweizylinderklasse, Dirk von Zitzewitz und Ugo Filosa, gelang das sehr gut, auch wenn Filosa ständig mit dem Seitenständer zu kämpfen hatte. Die Rückholfeder an seiner AfricaTwin hatte sich in das Buschwerk Evias verabschiedet und ließ den Ständer zu einem beständigen Sturzrisiko werden. Wohl auch deshalb verlor Ugo Filosa weitere sechs Minuten auf die Touratech AfricaTwin RR von Dirk von Zitzewitz. Der wiederum konnte sich im Gesamtfeld auf den zweiten Platz hinter Gerard Farres (ES) auf KTM 450 verbessern. 

Vor dem morgigen Finale ist für Dirk von Zitzewitz ein Platz auf dem Treppchen in greifbare Nähe gerückt. „Ein Platz unter den ersten zehn hätte mich vor Beginn der Veranstaltung sehr gefreut. Aber dass ich in diesem Starterfeld so weit vorne stehe, hätte ich nicht gedacht“, sagte er nach der heutigen Etappe. Aber sowohl im Gesamtfeld als auch in seiner eigenen Klasse ist immer noch alles offen. Ein grober Navigationsfehler oder technischer Defekt kann das Ranking noch auf Links drehen.

Touratech bei der Hellas Rally - Tag 5

Im ersten Büchsenlicht des neuen Tages startete die Rally auf einer Fähre zum Festland, um 45 Kilometer später die erste Sonderprüfung zu beginnen. Die spannende Frage vor dem Start war, ob sich das Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Africa Twins von Ugo Filosa und Touratech-Fahrer Dirk von Zitzewitz fortsetzen würde. Die Bedingungen schienen bereits am Einstieg in den ersten Teil heutigen Etappe ideal: Die langen Geraden auf einer übersichtlichen Hochebene waren perfekt für die potenten Zweizylinder. Aber man soll die Piste nicht vor dem Ende loben. Und so kam es wieder zu Überraschungen.

Bei einer steinigen Abfahrt touchierte Dirk von Zitzewitz einen Fels und scherte dabei 105 Kilometer vor dem Ende der Sonderprüfung die rechte Fußraste komplett ab. Glück im Unglück: Weder sein Fuß war zu Schaden gekommen noch hatte er den Bremshebel eingebüßt. Trotz der Widrigkeiten konnte er Ugo Filosa in den Bergen um Amfissa über zwölf Minuten abnehmen. In der Gesamtwertung kletterte Dirk auf den dritten Platz. Ugo Filosa steht auf Platz acht und hat jetzt über 27 Minuten Rückstand auf die Touratech Africa Twin RR.

Touratech bei der Hellas Rally - Tag 4

Es war der fulminante Start in den Bergen Evias mit weiten Kurven und übersichtlichem Terrain, der bei manchem Fahrer die Hoffnung auf eine schnelle und von der Orientierung her leichtere Etappe als gestern nährten. Aber spätestens ein Blick in die Gesichter beim mittäglichen Refueling belehrte eines Besseren. Verschwitzt und erschöpft waren viele Fahrer dankbar für die 30 minütige Zwangspause. Das paradiesisch anmutende aber technisch anspruchsvolle Gelände verteilte keine Geschenke. Dennoch bahnt sich heute, an Tag 3 der Hellas Rally, eine kleine Sensation an.

Die früh gestartete Africa Twin von Touratech Fahrer Dirk von Zitzewitz und dem zweitplatzierten in der Zweizylinderklasse Ugo Filosa (IT), ebenfalls auf der 1000’er Africa Twin, liefen nicht nur zum Tankstopp mit nur kurzem Zeitunterschied wieder im vordersten Feld ein. Was sich gestern schon abzeichnete, nimmt immer mehr Gestalt an: Ugo Filosa (IT) und Dirk von Zitzewitz liefern sich eine regelrechte Battle of the Twins. Und das nicht nur in ihrer Klasse sondern auch im Gesamt-Ranking.

Am Ende des Tages fuhr Filosa vom 12 Platz am Vortag auf den siebten und Dirk von Zitzewitz vom siebten auf den fünften Platz. Morgen setzt die gesamte Rally im Morgengrauen aufs Festland über. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt.

Touratech bei der Hellas Rally - Tag 3

Die heutige Etappe der Hellas-Rallye überraschte die Teilnehmer mit ihrer Bandbreite: Steile Bergpisten mit enduromäßigen Passagen und kurze, rauhe Highspeed-Strecken wechselten sich ab. Als Finale der kräftezehrenden Wertungsprüfung trennte ein gerölliges Flussbett die noch konzentrierten Fahrer von denen, die ihre Energien schon an anderen Stellen lassen mussten.

Für Dirk von Zitzewitz auf der Touratech Africa Twin RR hatte der Tag Licht- und Schattenseiten. Auf der langen mit Sand und Kies durchsetzten Strandetappe konnte die Twin ihre volle Power ausspielen. „Die ist fast beängstigend schnell, macht aber gleichzeitig tierischen Spaß“, sagte Dirk später dazu. In den Bergen dagegen musste die RR in trialähnlichen Abschnitten mit reichlich Körpereinsatz gefahren werden. Ausgerechnet dort versagte der für die Orientierung so wichtige Tripmaster seinen Dienst.  Dirk konnte sich für die verbleibende Hälfte der rund 200 Kilometer langen Wertungsprüfung nur noch auf sein Roadbook, seine Intuition und Erfahrung als Rallye-Navigator verlassen.

 Am Ende des Tages konnte er in der Zweizylinderklasse seinen ersten Platz gegenüber dem Zweitplatzierten Ugo Filosa (IT, Africa Twin CRF1000) weiter ausbauen. Im Gesamtklassement verbesserte er sich vom zwölften auf den siebten Platz.

Touratech bei der Hellas Rally - Tag 2

Der erste Renntag der Hellas Rallye machte schnell deutlich: Hier geht es nicht nur um Topspeed in engem Geläuf. Denn die entscheidenden Vorteile hatten auf der 38 Kilometer langen ersten Etappe die Navigationsspezialisten. Dirk von Zitzewitz fuhr mit der Africa Twin RR in der Gesamtwertung auf Platz 12, in der Zweizylinderklasse auf Anhieb auf Platz 1. Die sorgsame Abstimmung des Touratech-Fahrwerks und der Motorleistung kam ihm dabei entgegen. „Auf dem eng gesteckten Kurs musst Du auf dem Motorrad schon arbeiten. Aber es ist erstaunlich, wie leicht die Twin zu handeln ist“, sagte er nach dem Zieleinlauf.

Dennoch gab es eine brenzlige Situation. Und die hatte nichts mit den verschatteten Streckenabschnitten zu tun, in denen immer wieder große Steine lauerten. Kurz vor dem Ziel hatte Dirk einen falschen Abzweig genommen, ein Schicksal, das zahlreiche Fahrer gleich mehrfach ereilte. Auf Dirks Weg zurück zur richtigen Strecke kam ihm ein Pilot entgegen, der seinen Fehler noch nicht bemerkt hatte und noch mit Tempo unterwegs war. Der drohenden Kollision entging Dirk mit einem Ausflug in die Botanik. Dennoch streifte ihn das andere Bike kurz. Erfreulicherweise ohne das es zu größerem Schaden kam.

Dem morgigen Tag sieht Dirk gelassen entgegen: „Die Organisation ist gut und die Atmosphäre familiär. Heute war ein schönes Warm-Up. Ich habe das Motorrad besser kennengelernt und bin bereit für die morgige große Etappe.“

Touratech bei der Hellas Rally - Tag 1

Die diesjährige Hellas-Rallye findet auf Griechenlands zweitgrößter Insel Evia statt. 168 Teilnehmer aus 14 Ländern werden vom 10. bis zum 15. Mai in fünf Bike-Klassen unterwegs sein. Außerdem sind Quads und Buggies am Start.

Touratech nimmt mit der „Africa Twin RR“ teil. Dirk von Zitzewitz, mehrfacher Deutscher Enduromeister und Dakar-Teilnehmer, pilotiert die zahlreichen neuen Features versehene Honda. Von den ersten Testfahrten mit der RR unter hellenischer Sonne zeigte er sich beeindruckt: „Das ist ein richtiges Männermotorrad!“

Bei der abendlichen Eröffnungszeremonie in der Hafenstadt Edipsou wurden Dirk von Zitzewitz und die Africa Twin RR vom Publikum begeistert empfangen. Besser kann der Auftakt für die Hellas Rallye kaum aussehen.

Hier steht sie noch ziemlich entkernt in unserer Entwicklungswerkstatt, aber bald wird sie zeigen, was in ihr steckt: Mit dieser Africa Twin, die zum Rallyebike umgebaut wird, nimmt Touratech vom 8. bis 16. Mai an der Hellas Rally teil.

Die Touratech-Entwicklungswerkstatt hat jede Menge brandneue Parts an der CRF 1000L verbaut. Großes Augenmerk lag auf der Optimierung des Fahrwerks: Die Gabel wird mit einem Touratech Suspension-Cartridge aufgewertet, wodurch ein Plus von 20 Millimetern Federweg realisiert werden konnte. Im Zentrum einer hochfesten Excel-Felge sitzt eine gefräste Nabe aus Leichtmetall. Die Kombination aus gefräster Nabe und Rallyefelge kommt auch im Heck zum Einsatz. Dort arbeitet ein eigens angefertigtes Federbein von Touratech Suspension, das zusätzliche 25 Millimeter Arbeitsweg bietet.

Die Ergonomie wird durch eine einteilige Rallyesitzbank sowie einen höher montierten, speziell geformten Lenker verbessert. AC Schnitzer steuert eine leichte Abgasanlage von Remus bei.
Das Cockpit weicht einem GFK-verkleideten Rallyevorbau, der sämtliche Navigationsgeräte vom Roadbookhalter bis zum GPS aufnimmt.

Getreu dem bewährten Team-Motto von Touratech Racing („Härter testen geht nicht“) wird der Einsatz auf sechs kernigen Etappen in unterschiedlichstem Gelände von Schlamm über Sand und Felspisten bis hin zu Waldwegen sicher wieder jede Menge wichtige Erkenntnisse bringen, die direkt in die Serienfertigung einfließen werden.

Wir halten Euch auf dem Laufenden und berichten hier täglich ab 9. Mai!

Mehr über Dirk von Zitzewitz erfahrt Ihr hier.

Hier gibt's weitere Infos zur Hellas Rally.

Kategorie: Adventure | Travel