ADV TRAVELBUG
ZAUBER DES ORIENTS
Nach eineinhalb Jahren in Afrika erreichen Sandra und Fiona von ADV Travelbug mit ihrer Triumph Tiger den Nahen Osten, der die beiden Abenteurerinnen mit atemberaubenden Wüstenlandschaften und der Gastfreundschaft seiner Bewohner verzaubert.

Immer häufiger verdüsterte sich in den letzten Tagen der Himmel über Kenia. Die finsteren Wolken künden vom Nahen der Regenzeit. Höchste Zeit also, uns von Afrika zu verabschieden. Wir verschifften unsere treue Triumph Tiger, der wir den Spitznamen »Momo« gegeben haben, von Nairobi nach Dubai, um das nächste Kapitel unserer Abenteuerreise zu beginnen. Nach einem dringend benötigten Komplettservice bei Touratech Middle East machten wir uns auf den Weg in den Oman – ein Paradies für Motorradfahrer mit atemberaubenden Gebirgszügen, Offroad-Strecken und endlosen Wadis.
Obwohl wir schon in heißen Gegenden gefahren waren, waren die Wüstenhitze und die Luftfeuchtigkeit im Nahen Osten unerbittlich und machten lange Fahrten, vor allem kurz nach Mittag, zu einer Herausforderung. Wir erkundeten die zerklüfteten Landschaften Omans, die dramatischen Fjorde der Musandam-Halbinsel, weite Wüsten, hohe Dünen und unberührte Strände mit atemberaubendem Blick auf das Arabische Meer.
DAS »LEERE VIERTEL« MUSS WARTEN
Eines Tages entdeckten wir einen Ölaustritt am Motor. Wir fuhren sofort in die nächstgelegene Stadt, nahmen Momo auseinander und stellten fest, dass wir Ersatzteile benötigten. Da unsere Möglichkeiten begrenzt waren, mussten wir zur Reparatur nach Dubai zurückkehren, anstatt das »Leere Viertel«, wie die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt im Südosten Saudi-Arabiens auch genannt wird, zu erkunden. Wir trösteten uns damit, dass wir das Leck rechtzeitig entdeckt hatten, bevor der Motor Schaden genommen hatte.

Wir luden Momo auf einen Anhänger und fuhren die 500 Kilometer zurück nach Dubai. Die Reparatur war schwerwiegender als erwartet und erforderte den Austausch des Zylinderkopfs. Nach einigen Wochen des Wartens auf Teile und Reparaturen konnten wir unsere Reise endlich fortsetzen.
Die Einreise nach Saudi-Arabien war wie der Eintritt in eine neue Welt. Die Weite des Landes fiel uns sofort auf – die Entfernungen zwischen den Orten schienen endlos. Wir schlängelten uns auf kurvenreichen Straßen durch dramatische Felsformationen und durchquerten weitläufige Wüstenlandschaften, bis wir eine Region mit riesigen Vulkankratern erreichten. Das felsige Terrain stellte unsere Fahrfähigkeiten und unsere Kondition auf die Probe.
Einen wunderbaren Kontrast zur Wüste bildeten grüne Täler mit Kaffeeplantagen im Hochland nahe der jemenitischen Grenze. Besonders beeindruckten uns die tief in die Berge gehauenen antiken Nabatäergräber, die daran erinnerten, wie uralt die Kultur in dieser Region ist.

ZEUGEN EINER LÄNGST VERGESSENEN ZEIT
Wir überquerten die Grenze nach Jordanien und gelangten in die majestätische Wüste von Wadi Rum. Umgeben von hoch aufragenden Sandsteinformationen genossen wir die Abgeschiedenheit und Ruhe für ein paar Nächte. Nächste Station war die antike Stadt Petra, die in rötliche Felsen gehauen ist und deren beeindruckende Architektur Geschichten aus einer längst vergessenen Zeit erzählt. Weiter ging es am Ufer des Toten Meeres entlang. Der Strand war mit einem feinen Staub aus Salzkristallen bedeckt, die im starken Kontrast zum tiefblauen Wasser eine fast unwirkliche Atmosphäre erschufen.
Unsere letzte Etappe führte uns in Richtung irakischer Grenze. Wir wählten diese Route, obwohl wir eine ehemalige Hochburg des ISIS durchqueren mussten, um den Umweg über Kuweit zu vermeiden. Wir haben schon viele schwierige Grenzen überquert, aber bei keiner dauerte es so viele Stunden, bis wir alle Stempel in unseren Pässen und im Carnet hatten. Bedingung für die Einreise in den Irak war, dass wir eine Militäreskorte nach Bagdad akzeptierten. Nachdem wir so viele Stunden an der Grenze verloren hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als in der dortigen Moschee zu schlafen und gleich am nächsten Morgen aufzubrechen. Als Geste der Gastfreundschaft verwöhnten uns die Grenzbeamten mit einer ersten Kostprobe köstlichen irakischen Essens: Dolma, mit Reis und Kartoffeln gefülltes Gemüse, dazu eine Tomatensuppe.
DER RUF DES MUEZZIN REISST UNS AUS DEM SCHLAF
Am Morgen wurden wir durch den lauten, widerhallenden Gebetsruf aus dem Schlaf geweckt, der uns den Lebensrhythmus in diesem Teil der Welt verdeutlichte. Sobald die Sonne aufging, machten wir uns bereit zur Abreise, doch bevor wir gehen konnten, bot uns ein anderer Einwanderungsbeamter ein frisch zubereitetes Omelett und eine Tasse Tee an. Es war Ramadan, und da wir eine mindestens 12-stündige Reise nach Bagdad vor uns hatten, nahmen wir das Frühstück dankend an. Von dort aus wurden wir von einem Kontrollpunkt zum nächsten weitergereicht und folgten dabei Militärfahrzeugen. Manchmal fuhren wir nur ein paar Kilometer, manchmal aber auch bis zu einer Stunde lang. Auf diese Weise gestaltete sich unser Vorankommen quälend langsam, aber die Beamten waren alle freundlich und entschlossen, unsere Sicherheit auf unserem Weg durch das Land zu gewährleisten.

Wir waren erleichtert, als wir endlich in unserem Hotel in Bagdad eincheckten. Wir konnten es kaum erwarten, das Land, seine Geschichte und seine wunderbaren Menschen zu erkunden. Zum Abschluss unserer Reise durch den Nahen Osten blieben uns noch etwa zwei Monate, um die Wunder des Irak und der Türkei zu erkunden. Diese letzten Ziele waren der perfekte Abschluss, bevor wir uns rechtzeitig zum Touratech Travel Event auf den Rückweg machten.
Weitere Informationen unter www.advtravelbug.com
MARTIN BRUCKER
YUKON IM WINTER
Martin Brucker stellte sich einer besonderen Herausforderung: Mitten im Winter reiste er durch Kanada und Alaska bis nach Tuktoyaktuk am arktischen Ozean. Im Jahr 2017 begannen die gemeinsamen Planungen der Wintertour. Schließlich war alles organisiert, doch der Abfahrtstermin musste wegen der Covid-Pandemie immer wieder verschoben werden. Im Februar 2022 wollten die beiden Abenteurer endlich starten. Doch kurz vor Martins Flug nach Calgary kam die Nachricht, dass die Nord Territorien wegen Covid weiterhin geschlossen seien. Alex schlug vor, seine zwei Motorradgespanne zur Erprobung des Equipments zur Verfügung zu stellen. Also fuhren Alex und Martin bis nach Dawson City dem Ausgangspunkt des Dempster Highways, wie die Straße nach Tuktoyaktuk am arktischen Meer heißt, und kehrten nach Calgary zurück.

Im Januar 2025 war es dann wieder soweit. Eigentlich. Das Problem dieses Mal: Martin konnte sein Motorrad nicht nach Kanada importieren. Die Tour stand wieder am Rande einer weiteren Verschiebung. Doch Alex und Martin hatten Glück. BMW Motorrad Kanada stellte zwei F 900 GS für die Tour zur Verfügung und Touratech erklärte sich bereit, die Ausstattung beizusteuern. Am 17. Januar 2025 starteten die beiden Abenteurer auf eisigen Straßen. Nach Fahrtagen bei bis zu minus 37 Grad Celsius, einem Plattfuß, Begegnungen mit Elch und Büffel, Glatteis, Blizzardwarnungen und Straßensperrungen standen Alex und Martin am 9. Februar schließlich vor dem berühmten Schild am arktischen Meer in Tuktoyaktuk.

Den ausführlichen Bericht zu dieser Reise gibt es in der kommenden Ausgabe von "Travel Time".
ADVENTURE RIDER WELTWEIT UNTERWEGS
Nicht nur das Touratech Headquarters unterstützt Motorradreisende bei ihren Unternehmungen. Auch die Distributoren in anderen Ländern stehen in engem Kontakt mit der Travel-Szene und statten Adventure Rider aus.
KUNIMASA TAKEBE | JAPAN

Kunimasa Takebe ist ein echter Adventure-Touring-Enthusiast. 2014 nahm er an der GS Trophy in Nordamerika teil und lebt seitdem seine Leidenschaft für ausgedehnte Touren. Mit seiner Honda Africa Twin oder einer seiner BMW GS-Maschinen erkundet er Japan gemeinsam mit seiner Frau – stets ausgestattet mit seinem bewährten Compañero Anzug und dem Aventuro Helm.
YEONSOO YUN | KOREA

Yeonsoo Yun ist nicht nur Motorradjournalist, sondern lebt das Abenteuer auf zwei Rädern. Schon mit 18 Jahren stellte er sich 2014 der Herausforderung der Mongol Rally und meisterte sie erfolgreich. 2020 vertrat er Korea bei der GS Trophy, 2022 erwarb er die KTM Offroad -Instruktorenlizenz und 2023 nahm er als koreanischer Vertreter am Rimba Raid, Malaysias größtem Adventure-Rennen, teil. Ob bei internationalen Adventure-Events oder Testfahrten neuer Modelle – Touratech Korea begleitet ihn als verlässlicher Partner.
BENZ GAIJIN | THAILAND

Benz Gaijin, alias Thaworn Passornsirikul, ist einer der bekanntesten Motorradreisenden und Influencer Thailands. Mit seinem YouTube-Kanal ≫The Gaijin Trips≪ begeistert er über eine Million Follower und zeigt die Welt aus der Perspektive eines echten Abenteurers. Seine Reisen sind ungeschönt, roh und authentisch – allein auf seinem Motorrad durchquert er die entlegensten Gegenden, dokumentiert seine Erlebnisse und inspiriert andere, sich auf eigene Abenteuer einzulassen. 2021 wurde er mit dem ≫Best Travel Influencer≪-Award ausgezeichnet, doch seine größte Leistung bleibt eine unglaubliche Reise: Von Bangkok bis London, 24.000 Kilometer, 23 Lander – in nur drei Monaten. Benz steht für mehr als nur Motorradfahren. Seine Reisen sind Geschichten von persönlichem Wachstum, Freiheit und den einzigartigen Begegnungen, die das Leben unterwegs prägen.
SUNAO UEDA | JAPAN

Sunao Ueda hat bereits über 30 Länder bereist und mehr als 40.000 Kilometer im Sattel zurückgelegt. Seine Reisen führten ihn durch Südostasien, Ladakh in Nordindien sowie zuletzt nach Madagaskar und Namibia. Als Teilnehmer der GS Trophy 2020 und erfahrener Offroad Fahrer verbindet er Abenteuerlust mit fahrerischem Können. Seine Leidenschaft für anspruchsvolle Strecken und entlegene Orte teilt er mit der Touratech Community.
KARIM PHILIPPE SAAD | DUBAI

Karim Philippe Saad lebt seit 2007 in Dubai und verbindet seine Leidenschaft für Abenteuer mit modernster Technologie. Als Gründer von Giga Works ist er ein Pionier im Bereich Virtual Reality und immersive Medien. Doch seine wahre Leidenschaft gehört dem Reisen auf zwei und vier Rädern. Mit seinem individuell umgebauten Land Rover Defender und seiner BMW erkundet er seit Jahren die entlegensten Orte – von Saudi-Arabien bis Iran, von Dubai bis in den Libanon. 2026 plant er eine epische Tour durch Europa, die ihn über den Nahen Osten bis zum Nordkap führen wird. Als Touratech Middle East Ambassador organisiert er Offroad Touren, Expeditionen und Erlebnisse entlang legendärer Rallye-Strecken und inspiriert die Community, das Abenteuer selbst zu leben.
PURI HIRANPRUECK | THAILAND

Puri Hiranprueck ist nicht nur ein bekannter thailändischer Schauspieler und TV-Moderator, sondern auch ein echter Abenteurer. Als Youtuber »Viewfinder Thailand« mit über 590.000 Abonnentinnen und Abonnenten erkundet er die Welt auf außergewöhnlichen Routen. Er gehört zu den ersten thailändischen Prominenten, die Motorradreisen in entlegene und herausfordernde Regionen wie Ladakh Indien oder Pakistan dokumentieren. Seine inspirierenden Inhalte zeigen, dass wahre Abenteuer dort beginnen, wo andere zögern. Mit seiner Leidenschaft für Erkundungstouren und unberührte Natur verkörpert Puri den Entdeckergeist und motiviert andere, ihre eigenen Grenzen zu überschreiten – eine Vision, die perfekt zu Touratech passt.
QUILÓMETRO INFINITO | PORTUGAL

João und Patrícia leben das Motorrad-Abenteuer. Mit ihrem Blog »Quilómetro Infinito« inspirieren sie die Community, neue Wege zu erkunden, Routen zu planen und bestens ausgerüstet auf Tour zu gehen. Ob im tief verschneiten Norwegen, auf den endlosen Straßen der USA oder den legendären Alpenpässen – ihre Erlebnisse, Tipps und Produkttests machen sie zu echten Botschaftern des Reisens auf zwei Rädern. Seit Jahren teilen sie ihre Erfahrungen auf Social Media und bieten detaillierte Einblicke in ihre Reisen – von der Navigation über Unterkünfte bis hin zu Fahrwerks-Tests unter extremen Bedingungen. João und Patrícia stehen für grenzenlose Neugier, Motorradleidenschaft und die Freiheit, die Welt auf eigene Faust zu entdecken.
MARIA | RUMÄNIEN

Maria ist nicht nur Touratech Ambassador für Rumänien, sondern auch eine waschechte Abenteurerin. Als Inhaberin von Touratech Romania und Gründerin von Romania Motorcycle Tours leitet sie die größte Adventure-Touring-Company des Landes mit einer beeindruckenden Flotte von 70 Motorrädern. Für Maria ist Motorradfahren mehr als ein Hobby – wenn der Winter naht, zieht es sie in ferne Länder. Sie bringt Motorrad reisenden die spektakuläre Landschaft Rumäniens näher und lebt ihre Leidenschaft weltweit – von Marokko bis Neuseeland. Es sind Freiheit, Abenteuer und die Lebenseinstellung, die sie mit der Touratech Community teilt.











