Test Ride mit der Pan America von Harley-Davidson

Test Ride mit der Pan America von Harley-Davidson

Mit der Pan America schlägt Harley-Davidson ein neues Kapitel der Firmengeschichte auf: Runter vom Highway, rauf auf den Trail. Wir hatten das Adventure Bike beim Fotoshooting für ACT Pyrenees dabei und konnten jede Menge Fahreindrücke für die Zubehörentwicklung sammeln.

»More Roads to Harley-Davidson« heißt das Konzept, das die altehrwürdige Marke für neue Zielgruppen attraktiv machen soll.

Frische Modelle sollen her, um aus der konzeptionellen Verengung auf das Cruiser-Segment auszubrechen.

Am Anfang dieser Modelloffensive steht die Pan America und sie macht so ziemlich alles anders, als man es von den Eisen aus Milwaukee gewohnt ist. Erstmals ist eine Harley dezidiert für den Einsatz abseits der befestigen Wege ausgelegt. »Ich finde es Klasse, dass das Segment der großen Reiseenduros durch ein neues und sehr eigenständiges Motorrad ergänzt wird. Wettbewerb fördert Innovationen. Und da es sich bei der Pan America nicht um eine abgewandelte Kopie, sondern um ein sehr eigenständiges Motorrad handelt, ist das sehr gut für die Kunden und die Motorradwelt«, schätzt Touratech COO Jochen Schanz den Stellenwert der Newcomerin ein.

Als Herzstück haben ihr die Entwickler den brandneuen Revolution-Max-1250-Motor mitgegeben. Mit einer Spitzenleistung von 152 PS bei 8750 U/min reklamiert der flüssigkeitsgekühlte V-Twin gleich einmal einen Platz in der Spitzengruppe der aktuellen Adventure Bikes. Nicht fehlen darf bei diesem modernen Kraftwerk die Wahlmöglichkeit von Fahrmodi, um die Kraftentfaltung an die jeweiligen Bedingungen anzupassen.

»Der Motor bietet wirklich in allen Lebenslagen Schub und ist super dosierbar. Die verschiedenen Fahrmodi sind praxisnah abgestimmt und liefern die jeweils passende Charakteristik für die unterschiedlichen Einsatzbedingungen«, resümiert Mirko Nagler, Director Sales & Marketing, Business Development beim Kommunikationsspezialisten SENA, der als ACT-Vorstand bei allen Photo Rides dabei ist. »Gerade die Offroad-Modi bieten alle Optionen, die man braucht, um die verschiedenen Herausforderungen der Strecken problemlos zu meistern. Das Motorrad funktionierte ohne ein einziges Problem und meisterte die schnelleren aber auch die sehr technischen Abschnitte, die wir an jedem Drehtag zu bewältigen hatten, bravourös«, sekundiert Elvio Andrade, Head of International Sales bei Touratech.

Um ein offroadtaugliches Gewicht zu erzielen, ist der Twin als mittragendes Element in einem Verbundchassis integriert. Und die Gewichtsersparnis lässt sich im Fahrbetrieb tatsächlich spüren. »Ich war überrascht, wie leicht sich das Motorrad anfühlt und wie einfach es zu handhaben ist«, gibt Elvio Andrade nach einigen Off­road-Tagen mit der Pan America zu Protokoll.

Das Rahmenheck aus Stahlrohr ist angeschraubt und bietet beste Voraussetzungen für die Montage solider Kofferträger. Naturgemäß ein Aspekt, auf den die Touratech Entwickler bei einem neuen Modell als erstes schauen. Jochen Schanz nach eingehender Beschäftigung mit dem Werkszubehör: »Ich bin überzeugt, dass man die Gepäcksystemlösungen verbessern kann, was wir natürlich auch schon gemacht und getestet haben. Mit unserem Sondersystem hat man eindeutig einen niedrigeren Schwerpunkt und eine insgesamt bessere Alukoffer-Lösung. Und auch im Bereich des Softgepäcks bieten unsere Produkte einige Pluspunkte«, so Schanz.

Mit der 47er USD-Gabel und dem Showa Federbein hat Harley der Pan America solides Material mit auf ihren steinigen Weg gegeben. Von den Nehmerqualitäten des serienmäßigen Fahrwerks mit seinen vorne wie hinten 191 Millimetern Federweg konnten wir uns auf den Hochgebirgstrails der Pyrenäen ausgiebig überzeugen. Doch wie bei jedem Fahrwerk von der Stange gibt es auch hier Optimierungspotenzial. Auf ein breites Spektrum unterschiedlichster Fahrertypen, Einsatzzwecke und Fahrstile ausgelegt, liegen Kompromisse in der Natur der Sache. Für Pan-Am-Fahrer, die ein speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Fahrwerk wünschen, arbeiten die Experten von Touratech Suspension an einem Portfolio hochwertiger Komponenten.

Und selbstverständlich wird es auch ein Sortiment an Protektoren geben, damit die Pan America auch härteste Offroadeinsätze unbeschadet übersteht. Einen ersten Überblick gibt Jochen Schanz: »Für die neue Pan America entwickeln wir robuste Sturzbügel sowie einen Unterfahrschutz. Ganz besonders wichtig finde ich die Handschutzbügel Defensa mit dem modularen Aluminium-Bügel. Diese sind meiner Meinung nach ein Muss für die Pan America.«

Eines ist klar: Mit der Pan America wird Harley-Davidson mit Sicherheit viele Motorradfahrer begeistern, die mit der Marke bislang noch nichts zu tun hatten. Die PanAm, wie sie in der Szene bereits liebevoll genannt wird, besitzt einen unverwechselbaren Charakter. Ihr Konzept hat das Zeug, sowohl den abenteuerlustigen Adventure Rider als auch den eher onroadorientierten Tourenfahrer zu überzeugen.



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