AKTUELL | KEVIN GALLAS @ RBR

Mission Titelverteidigung: Bei den Red Bull Romaniacs 2025 trat Kevin Gallas an, seinen Triumph vom Vorjahr in der Bronze Class zu wiederholen. Trotz verletzungsbedingtem Aus konnte der Extremendurist einmal mehr wertvolle Erfahrungen mit seinem Touratech Fahrwerk sammeln.

Bei den Red Bull Romaniacs bin ich nicht nur Fahrer, sondern gleichzeitig auch Teamchef, Organisator und Stratege. Ich kümmere mich um Budgets, Sponsoren, Material und die gesamte Struktur im Hintergrund. Zum Glück habe ich starke Partner wie Touratech und Yamaha an meiner Seite, ohne die ein solches Projekt kaum zu stemmen wäre.

Dieses Jahr begann allerdings alles anders als geplant. Mein Social-Media-Filmer Sandro verletzte sich auf einer Reise in Armenien am Fuß, und mein Videograf Alex musste nur einen Tag vor dem Abflug mit einem Blinddarmdurchbruch notoperiert werden. Am Ende standen wir – mein Mechaniker Marvin und ich – praktisch allein da. Aber Aufgeben war keine Option. Wir machten das Beste aus der Situation – und starteten mit viel Motivation ins Rennen.

SCHWIERIGER START

Das Prolog-Qualifying lief stark. Ich konnte erneut die Bestzeit setzen und fühlte mich bereit für die kommenden Offroad-Tage. Im Prolog-Finale selbst lief es dann weniger rund: Ein, zwei Stürze, dazu ein kleiner technischer Defekt. Nichts Dramatisches, aber genug, um am ersten Offroad-Tag weit hinten starten zu müssen – in einem Rennen, in dem jede Minute zählt.

Der erste Tag verlief trotzdem gut. Das Tempo war hoch, die Strecke brutal, aber ich konnte viele Plätze gutmachen und den Tag auf Rang zwei beenden. Am zweiten Tag ging es im gleichen Stil weiter. Das Terrain war härter, weniger flüssig als im Vorjahr – und das Level der Konkurrenz noch einmal gestiegen. Ich war vom Start bis ins Ziel am Limit, aber das Zusammenspiel zwischen mir und meiner Ténéré 700 funktionierte perfekt. Kurz vor dem Ziel konnte ich den Führenden überholen und blieb damit im Rennen um den Gesamtsieg.

SEKUNDENBRUCHTEILE ENTSCHEIDEN

Tag drei sollte der schwierigste werden. Ich wollte das Risiko etwas reduzieren, um sicher ins Ziel zu kommen. Doch im Motorsport entscheidet oft ein einziger Moment. Auf einer Abfahrt über loses Gestein bekam ich einen Schlag ans Vorderrad, setzte den Fuß ab – und verletzte mich dabei. Das war das Ende meines Rennens.

WERTVOLLE ERFAHRUNGEN

Trotz allem war das Event für mich ein wichtiger Test, denn das Fahrwerks-Setup war erneut ein entscheidender Faktor. Ich fuhr das gleiche Setup an meinem Touratech Suspension Extreme2 Federbein wie bei meinem Sieg 2024, weil es einfach perfekt funktioniert. Der große Vorteil liegt in der Vielseitigkeit: Ich nutze dasselbe Dämpfer-Setup sowohl bei Rallyes als auch bei Extrem-Enduros – vom Erzberg bis zu den Romaniacs.

Das Touratech Suspension-Fahrwerk gibt mir die Möglichkeit, beides zu kombinieren: Komfort und Kontrolle. Wenn ich gemütlich unterwegs bin, bietet es mir eine sanfte, feinfühlige Dämpfung, die lange Etappen angenehm macht. Aber sobald es knifflig wird – sei es im Prolog über Baumstämme oder im felsigen Uphill – bleibt das Fahrwerk stabil, berechenbar und gibt mir das nötige Vertrauen, ein fast 200 Kilo schweres Motorrad kontrolliert am Limit zu bewegen.

EIN SYSTEM, DAS MITDENKT

Gerade das ist für mich der Unterschied: Ich brauche kein kompromisslos hartes Rennfahrwerk, das nur in einem kleinen Fenster funktioniert. Ich brauche ein System, das mitdenkt – das mir sowohl bei 50 % als auch bei 100 % Sicherheit gibt. Und genau das liefert Touratech. Ich kann auf Schotterwegen cruisen, auf Rallye-Speed gehen oder in den härtesten Sektionen der Romaniacs Vollgas geben – das Fahrwerk reagiert immer genau so, wie ich es brauche.

Auch wenn das Rennen für mich früher endete als geplant, nehme ich viele positive Dinge mit. Wir haben als Team trotz aller Rückschläge funktioniert, und das Material hat perfekt abgeliefert. Ich habe gesehen, dass auch ein 200-Kilo-Motorrad unter härtesten Bedingungen bestehen kann, wenn Setup, Technik und Vertrauen stimmen.

Touratech-Motorrad-KevinGallas-RBR-Suspension

PROFI-TIPP

Ich habe grundsätzlich den Rebound etwas geschlossener als die Compression, weil das Motorrad so ein vorhersehbares Fahrverhalten erhält. Am Touratech Suspension Extreme2 Federbein fahre ich derzeit folgende Abstimmung:

High Speed Compression: 10

Low Speed Compression: 10

Rebound: 5



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